22. Juni 2011 10:04 Uhr
Italien als Land der Homophobie?
Zumindest sieht es Miriam Ronzoni von der Goethe-Universität Frankfurt am Main so. Sie nennt in einem Gastbeitrag für die "Neue Zürcher Zeitung" Beispiele für ihre These: Im Frühjahr vergangenen Jahres sei in den Zeitungen fast wöchentlich von körperlichen Angriffen auf Homosexuelle in Rom berichtet worden. In Verona habe ein rechtsradikales Kulturzentrum und eine ultrakonservative katholische Gruppe eine Kampagne gegen einen Uni-Dozenten geführt, weil der sich mit Geschlechterstudien befasse. Den Einfluss der Katholischen Kirche sieht Ronzoni denn auch als ausschlaggebend: Sollte der Vatikan eine mögliche künftige Mitte-Links-Koalition in Italien unterstützen, bestehe die Gefahr, dass die Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren zu einer heiklen Verhandlungsmasse werden könnten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)