22. Juni 2011 13:57 Uhr

Unbekanntes Volk im Amazonas-Gebiet entdeckt

Es gibt offenbar immer noch Menschen, die abgeschottet von der Außenwelt leben.

Brasilianische Forscher melden, dass sie im Amazonas-Gebiet nahe der Grenze zu Peru die Siedlung eines noch unkontaktierten Volkes entdeckt haben. Wie die staatliche Stiftung Funai mitteilte, sind bei einem Überflug im April auf mehreren Lichtungen in Javari-Tal vier große Hütten gesichtet worden. Die Stiftung schätzt, dass in der kleinen Siedlung etwa 200 Menschen leben. Sowohl die Hütten als auch die angelegten Maisfelder seien neu und vermutlich höchstens ein Jahr alt. Das lasse sich unter anderem aus dem Stsand der Anpflanzungen ablesen.

Nach Funai-Angaben gilt das Gebiet als die Region mit der höchsten Anzahl unkontaktierter Völker. Bislang registrierte die Stiftung mindestens 14 derartige Stämme. Die Existenz der indigenen Gruppen wird durch illegale Fischer, Jäger und Goldsucher, aber auch durch grenzübergreifenden Drogenschmuggel bedroht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)