24. Juni 2011 10:06 Uhr
"Die Medizin definiert unser Geschlecht als 'uneindeutig'. Das ist so falsch wie die Illusion, ein intergeschlechtliches Baby per Operation zum Mädchen oder Jungen machen zu können".
Das sagt der Berliner Aktivist - oder die Aktivistin InsA Kromminga in der "Süddeutschen Zeitung". Kromminga beteiligt sich an einem Dialog mit Betroffenen, Selbsthilfeorganisationen und Sachverständigen über die Situation intergeschlechtlicher Menschen in Deutschland. Der Ethikrat will dazu Ende des Jahres einen Bericht veröffentlichen.
Kromminga erklärt, er sei überrascht gewesen, wie gut die Mitglieder zugehört hätten. Wichtig sei, eine neue Kultur mit neuer Sprache und neuen Rollenbildern zu schaffen. Eine Mutter habe beim Ethikrat erzählt, wie ihr Kind mit der Frage anderer auf sein Geschlecht umgehe. Es antworte: "Ich bin beides". Das werde anstandslos akzeptiert - unsere Kultur könne also viel offener sein als häufig dargestellt.
Von Intergeschlechlichkeit oder Sexualität spricht man, wenn ein Mensch genetisch und anatomisch nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)