24. Juni 2011 11:24 Uhr
Unser Blick ins Lexikon: heute auf die "Piezoelektrizität". Sie wurde im Jahr 1880 von den Brüdern Jacques und Pierre Curie bei Experimenten mit Turmalinkristallen entdeckt. Sie stellten fest, dass auf der Edelsteinoberfläche elektrische Spannungen messbar waren, wenn sie das Material gezielt mechanisch verformten - also zum Beispiel von gegenüberliegenden Seiten zusammenpressten.
Diese Ladung war umso stärker, je mehr Druck sie ausübten. Ihre Entdeckung nennt man den direkten Piezoeffekt. Einen indirekten gibt es auch: wenn sich Materialien verformen, sobald man eine elektrische Ladung anlegt.
Das wichtigste piezoelektrische Material ist Quarz. Oft werden solche Materialien auch industriell hergestellt; meist handelt es sich dabei um Keramiken. Zur Anwendung kommen sie zum Beispiel in Tintenstrahldruckern und Lautsprechern oder bei der Justierung von Objektiven.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)