26. Juni 2011 09:21 Uhr

UNESCO-Welterbe werden auch die Fagus-Werk in Niedersachsen

Nach den Buchenwäldern hat es auch ein deutsches Bauwerk neu auf die Liste des UNESCO-Welterbes geschafft: die Schuhleistenfabrik Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld.

Die Fabrikanlage wurde 1911 bis 1925 nach Entwürfen des Architekten Walter Gropius errichtet. Das Gebäude aus Glas und Stahl gilt als erstes Objekt des Neuen Bauens. Es steht unter Denkmalschutz. Heute befindet sich in den Räumen des Fagus-Werks auch ein Schuhmuseum. Fagus ist das lateinische Wort für Buche; das Holz der Buche diente als Rohstoff für die Herstellung der Schuhleisten.

Nach Ansicht der Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, zeige die UNESCO-Entscheidung, dass Deutschland nicht nur über Architekturkunstwerke aus der älteren Geschichte verfüge, sondern auch über signifikanten Stätten der Industriearchitektur der Moderne.

Das UNESCO-Welterbe-Komitee tagt noch bis Mittwoch. Gestern hatte es bereits fünf deutsche Buchenwälder zum universellen Erbe der Menschheit erklärt. Damit gibt es jetzt insgesamt 35 Welterbestätten in Deutschland.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)