27. Juni 2011 07:51 Uhr
Unter dem Terrorregime der Roten Khmer starben etwa zwei Millionen Kambodschaner. Seit heute müssen sich führende Mitglieder der damaligen Regierung vor einem UNO-Sondertribunal verantworten. Ihnen werden Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord vorgeworfen. Aber wer waren eigentlich die Roten Khmer?
Die kommunistischen Roten Khmer kamen 1975 an die Macht. Sie deportierten die Bevölkerung der Städte aufs Land, weil sie in Kambodscha einen Agrarkommunismus durchsetzen wollten. Ihr Anführer Pol Pot wollte das Bauerntum stärken, weil er glaubte, dass die Korruption in den Städten für die Armut Kambodschas verantwortlich sei. Viele Menschen starben an Erschöpfung, Hunger, Krankheit und Folter. Außerdem töteten die Roten Khmer gezielt bestimmte Volksgruppen und die intellektuelle Elite des Landes. Das Regime der Roten Khmer wurde 1979 durch eine vietnamesische Invasion beendet. Danach herrschte jahrelang ein Bürgerkrieg in Kambodscha, in dem die Roten Khmer versuchten, wieder an die Macht zu gelangen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)