28. Juni 2011 07:12 Uhr

UNESCO nimmt Pfahlbauten in Welterbe-Liste auf

Es sind die ersten archäologischen Denkmäler auf der Liste, die unter Wasser liegen. Die UNESCO hat Pfahlbauten aus der Alpenregion in ihre Liste des Welterbes aufgenommen. Die Reste stammen aus der Zeit von 4.300 bis 800 vor Christus. In Seen oder in feuchten Böden haben die Überreste der alten Häuser bis heute überdauert. Die Pfahlbauten schützten die Menschen unter anderem vor Raubtieren. Das zuständige Komitee der UNESCO nahm einen Gemeinschaftsantrag von sechs Alpenländern an und stellte 111 Fundorte von jungsteinzeitlichen Siedlungen unter besonderen Schutz. Neben Bayern und Baden-Württemberg in Deutschland gibt gibt es sie in Italien, Österreich, der Schweiz und Slowenien.

Zur Begründung hieß es, die Pfahlbauten gewährten einzigartige Einblicke in die Welt der frühen Bauern. Zu den bedeutenden Funden aus Pfahlbaustationen gehören die ältesten Textilien der Welt sowie die ältesten Rad-Funde Europas aus der Zeit um 3.000 vor Christus.

Die UNESCO hatte zuvor bereits das Hamburgische Wattenmeer, das Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld sowie fünf deutsche Buchenwälder in die Welterbeliste aufgenommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)