28. Juni 2011 12:26 Uhr

Neues Warnsystem soll Zugkollisionen verhindern

Was Schiffe und Flugzeuge können, sollen demnächst auch Züge können - um damit tödliche Unfälle zu verhindern.

Ende Januar waren in Sachsen-Anhalt ein Güter- und ein Personenzug frontal aufeinandergeprallt, dabei kamen zehn Menschen ums Leben. Geholfen hätte eine Anlage zur sogenannten punktförmigen Zugbeeinflussung. Die bremst Züge, wenn an kritischen Stellen zum Beispiel Signale überfahren werden. Sie ist aber nach Ansicht von Forschern am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt aufwendig und nicht ganz zuverlässig.

Die Wissenschaftler arbeiten gerade an einer Alternative, dem Railway Collision Avoidance System (RCAS). Dabei befindet sich die Warnanlage nicht am Gleis, sondern im Zug. Sie sendet ständig ihre Position an andere Züge im Umkreis von fünf Kilometern. So könnten die Lokführer aufeinander zurasende Züge rechtzeitig stoppen. Ähnliche Systeme gibt es auch an Bord von Schiffen und Flugzeugen. Sie arbeiten mit einer verfeinerten GPS-Variante. Das System für die Züge soll in zwei Jahren serienreif sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)