29. Juni 2011 08:27 Uhr

Patientenschutzorganisation: Mehr Anstrengung zum Thema Palliativmedizin nötig

Studien zum Thema Palliativmedizin gibt es genug, jetzt müssen Mängel beseitigt werden. Diese Meinung vertritt Eugen Brysch, der Vorstand der Patientenschutzorganisation, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. Brysch sagte, die Menschen hätten Anspruch auf ein Sterben in Würde. Dafür gebe es aber vielfach keine Angebote. Es reiche deshalb nicht, wenn die Teilnehmer der Gesundheitsministerkonferenz nur ein neues Forschungsprojekt beschließen würden. Nicht einmal zehn Prozent aller Sterbenden mit starken Schmerzen erhalten laut Brysch professionelle Hilfe. Das System kranke daran, dass Operationen und Chemotherapien auch am Ende des Lebens von den Krankenkassen hoch vergütet würden. Palliativmedizin hingegen werde schlecht bezahlt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)