29. Juni 2011 10:36 Uhr
Das Internet-Angebot öffentlich-rechtlicher Sender ist vielen Zeitungsverlagen ein Dorn im Auge. Sie fürchten unlautere Konkurrenz, weil die Web-Präsenz zeitungsähnlich sei und mit Gebührengeldern finanziert wird. Der neueste Streitpunkt ist die Tagesschau-App, die inzwischen 1,7 Millionen Nutzer auf ihr Smartphone oder ihren Tablet-PC geladen haben. Diese App hat die ARD-Vorsitzende Monika Piel jetzt entschieden verteidigt, das Angebot sei "nicht presseähnlich" und deshalb auf jeden Fall zulässig.
Vergangene Woche hatten acht Zeitungsverlage gegen die App Klage eingereicht. Ihr Argument: Rundfunkanstalten wie die ARD dürften nur Rundfunk machen und keine zeitungsartigen Angebote. Das Internetangebot aber sei faktisch zeitungsartig.
Zu den Klägern gehört auch der Axel-Springer-Verlag. Dessen Vorstandsvorsitzender Matthias Döpfner hat im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" den Rückzug der öffentlich-rechtlichen Sender aus allen mobilen Internetanwendungen gefordert. Auch die Süddeutsche Zeitung gehört zu den Klägern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)