29. Juni 2011 15:28 Uhr
Sie wollen an zentralen Plätzen spielen - aber groß genug sollten sie schon sein. Vor dem am Wochenende anstehenden Bundesliga-Finale der Blindenfußballer gibt es Ärger wegen des Spielfeldes. Das Spiel soll hinter dem Rathaus in Hannover stattfinden. Thorsten Peitzmeier vom Ligavorstand jedoch moniert: Der Platz sei um mehr als ein Viertel kleiner als normalerweise. Das führe zu mehr Zusammenstößen und Verletzungen. Deshalb hätten mehrere Fußballer vor, am Samstag mit Plakaten zu demonstrieren.
Die Veranstalter von der DFB-Stiftung "Sepp Herberger" weisen die Vorwürfe zurück. Die Blindenfußballer wollten schließlich an zentralen Plätzen spielen und in Hannover sei das Spielfeld eben kleiner. Außerdem gebe es in den Statuten keine Vorgaben für die Größe des Platzes, sondern nur eine Empfehlung. Beim Blindenfußball verlassen sich die Spieler auf ihr Gehör, im Ball befindet sich eine Rassel. Wer nicht ganz blind ist, muss eine Augenbinde tragen. Nur der Torwart darf sehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)