29. Juni 2011 16:28 Uhr

Politikersprache laut Studie für Jugendliche zu kompliziert

"Politiker sprechen zu kompliziert und hochgestochen." Das findet die Mehrheit der Jugendlichen, die für eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung befragt wurden. Demnach glauben fast 60 Prozent, dass Politiker absichtlich eine gehobene Sprache wählen. Die Distanz zwischen jungen Menschen und der Politik werde so deutlich vergrößert. Das zeige auch die geringe Wahlbeteiligung bei den jungen Wählern. Bei der Vorstellung der Studie empfahl die Professorin für Marketingkommunikation Bettina Fackelmann den Politikern, einfachere Wörter zu benutzen. Auch die Medien müssten eine verständlichere Sprache verwenden. Zudem forderte sie, dass in der Schule Politk früher und ausführlicher unterrichtet wird. Für die Studie wurden mehr als 30.000 Schüler in einer Online-Abstimmung befragt - außerdem 27 Schulklassen in Gruppeninterviews.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)