30. Juni 2011 07:27 Uhr

ICANN-Vorstandsmitglied kritisiert staatliche Einflussnahme auf das Internet

Das Internet aus sicherheitspolitischen Gründen zu regulieren, ist völlig überzogen.

Dieser Meinung ist Erika Mann, Vorstandsmitglied der Internet-Verwaltungsorganisation ICANN. Genausowenig Verständnis hat sie für Pläne der US-Regierung, alle Internet-Domains zu sperren, die angeblich Urheber- und Markenrechte verletzen. In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur äußerte die ehemalige SPD-Europaabgeordnete Befürchtungen, die Versuche der Regierungen, das Internet zu begrenzen, könnten zunehmen.

ICANN ist vor allem verantwortlich für die Festlegung der Internetadressen oberster Ordnung, der so genannten Top-Level-Domains. Das sind beispielsweise ".de" für Deutschland oder ".com" für kommerzielle Seiten. Die Organisation hatte zuletzt beschlossen, im nächsten Jahr eine neue Bewerbungsrunde für Top-Level-Domains zu starten. Neue Adressen könnten dann auch nach Themen kategorisiert werden, wie etwa Industrie, Geografie oder Volkszugehörigkeit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)