30. Juni 2011 11:22 Uhr

Studenten entwickeln Orientierungssystem für Sehbehinderte mittels Videospiel-Sensor

Der Videospiel-Sensor "Kinect" kann nicht nur einen Nutzer ins Spiel projizieren, sondern auch Sehbehinderten bei der Orientierung helfen.

Zwei Studenten der Universität Konstanz haben ein Orientierungssystem entwickelt, das mit dem Videospiel-Sensor arbeitet. Dieser dient eigentlich bei Spielen auf der XBox360 dazu, den Körper eines Spielers optisch zu erfassen und seine Bewegungen in das Spiel zu übertragen.

Für das System der Konstanzer Studenten wird die Funktionsweise von Kinect quasi umgedreht: Der Sehbehinderte wird nicht selbst erfasst, sondern Objekte, Personen und speziell kodierte Informationsschilder um ihn herum. Diese Informationen gibt der Sensor dann an einen Vibrationsgürtel weiter. So werden die optischen Eindrücke für den Sehbehinderten spürbar und es wird ein räumliches Sichtfeld simuliert.

Das System ist allerdings bislang auf Innenräume beschränkt, da der Kinect-Sensor infrarotempfindlich ist. Die Entwickler wollen ihr Orientierungssystem aber ohnehin nicht kommerziell vermarkten. Vielmehr solle es als Inspiration für andere Entwickler dienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)