30. Juni 2011 13:21 Uhr

Offshore-Windparks kühlen die Atmosphäre

Strom aus Windkraft soll dazu beitragen, dass weniger CO2 in die Atmosphäre gelangt, und so die Klimaerwärmung verlangsamen. Aber Offshore-Windparks können die Atmosphäre auch ganz direkt abkühlen - zumindest lokal begrenzt. Zu diesem Ergebnis kommen zwei US-Forscher in einem Fachmagazin. Sie simulierten im Computermodell die Umweltfolgen von Windparks. Demnach führen die sich drehenden Rotorblätter zu deutlich mehr Luftverwirbelungen. Dadurch steige der Wärmeaustausch zwischen der Luft und dem deutlich kälteren Meerwasser. Die Luft könne so in den unteren Luftschichten mindestens ein Grad kühler werden. Das wiederum habe Auswirkungen auf Verdunstungsrate und Niederschläge. Ob die vorhergesagte Abkühlung auch das Klima an nahe liegenden Küsten spürbar verändern würde, lasse sich anhand der Modelle noch nicht berechnen.

Hier der Link zur Veröffentlichung in Environmental Research Letters.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)