30. Juni 2011 14:21 Uhr

Würmer in Südostasien lösen Krebs aus

Er steckt in rohem Fisch und verursacht Krebs: ein Wurm mit zwei Saugnäpfen, der sich im Gallengang festsetzt und zehn bis zwanzig Jahre später Turmoren auslöst. Er lebt in Fischen, die in südostasiatischen Flüssen vorkommen, vor allem im Nordosten Thailands, in Vietnam, Laos, Kambodscha, Korea und China. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation tragen dort bereits neun Millionen Menschen den Wurm in sich. Die meisten Infizierten seien Männer. Bedroht seien insgesamt 67 Millionen Menschen. Der Saugwurm kann sich deshalb so gut ausbreiten, weil Gerichte aus rohem Fisch in Südostasien sehr beliebt sind.

Die Gesundheitsbehörden im Nordosten Thailands wollen nun systematisch gegen den Parasiten vorgehen. Das Programm starte in einer besonders stark betroffenen Region im Norden. Dort würden einmal pro Jahr Stuhlproben von allen über 30-Jährigen untersucht. Eine Infektion behandele man mit Medikamenten. Nur eine Tablette des Anti-Wurmmittels reiche, um die Infektion zu bekämpfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)