1. Juli 2011 13:18 Uhr
Vor 35 Jahren wurde die Todesstrafe in den USA wieder eingeführt. Viele Urteile sind seitdem willkürlich und aufgrund von Diskrimierung gefällt worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Todesstrafen-Informationszentrums in Washington. Demnach würden keinesfalls nur die schlimmsten Mörder zum Tode verurteilt. Ausschlaggebend seien häufig die Rasse des Mordopfers, der soziale Stand des mutmaßlichen Täters sowie geografische und politische Faktoren. Im Bundesstaat Florida etwa werde der Mord an einem Weißen fast 5 Mal so oft mit der Todesstrafe geahndet wie der Mord an einem Schwarzen. Das Oberste Gericht hatte die Todesstrafe in den USA im Jahr 1972 vorübergehend außer Kraft gesetzt. 1976 genehmigte es dann überarbeitete Gesetze. Seitdem sind nach Angaben des Informationszentrums 1.259 Menschen hingerichtet worden, die meisten von ihnen in den Staaten Texas, Virginia und Oklahoma.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)