1. Juli 2011 16:55 Uhr

Schutz von Massengräbern aus der NS-Zeit gefordert

Mehrere hundert Massengräber aus der NS-Zeit hat die Initiative Yahad-In Unum ausfindig gemacht - jetzt fordert die Organisation den Schutz dieser Orte. Yahad-In Unum war 2004 von Vertretern von Juden und Katholiken in Frankreich gegründet worden. In Russland, Weißrussland, der Ukraine und Polen wurden mehr als 1850 Zeugen von Massakern befragt - 650 Massengräber sind inzwischen lokalisiert. GPS-Koordinaten der Orte wurden am das American Jewish Committee weitergeleitet - damit dort künftig an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden erinnert werden kann. Vorgesehen ist dabei auch eine Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt in Berlin. Bei Massakern in Osteuropa wurden nach Angaben des Holocaust Memorial Museum in Washington mehr als eine Million Juden umgebraucht. Unter den Opfern waren auch Sinti, Roma, Homosexuelle und sowjetische Kriegsgefangene.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)