4. Juli 2011 06:26 Uhr
Das "Seebad der 20.000" sollte es werden, nach den Wünschen der Nazis. Doch seit heute ist das architektonische Monstrum in Mecklenburg-Vorpommern eine Jugendherberge. 400 Betten gibt es in Prora auf Rügen, direkt an der Ostsee. Der Bau wurde zwischen 1936 und 1939 errichtet und ist viereinhalb Kilometer lang. In der Zeit des Nationalsozialismus sollten hier Urlauber möglichst billig unterkommen. Realität wurde diese Phantasie nie.
Die neue Nutzung ist umstritten. Während die rechte Szene in Internetforen die Eröffnung feiert, wählt der Jugendherbergsverband in einer Werbebroschüre streitbare Worte. Dort spricht er von den "weltberühmten Proraer KdF-Bauten". Und während die Herberge bereits heute ihre Pforten öffnet, wird ein geplantes Bildungszentrum erst 2013 fertig sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)