4. Juli 2011 07:00 Uhr

Netzaktivist Stallmann: Regierungen sollten Sharing legalisieren

"Die Gesetze sind böse, weil ihr Zweck böse ist." Das sagt der US-amerikanische Internetaktivist Richard Stallmann im Interview mit der "taz" und meint damit Gesetze, die das Kopieren und Tauschen im Internet verbieten wollen. Stallmanns Ansicht nach versuchen die aktuellen Regierungen das Internet in ein System der Überwachung und Zensur zu verwandeln, wie es das stalinistische Regime geliebt hätte. Sharing im Netz sei eine gute Sache. Statt nach Wegen zu suchen, wie man Menschen davon abhalten könne, sollten die Regierungen es legalisieren. Es seien allein privatwirtschaftliche Interessen, die das Teilen im Netz stoppen wollten.

Stallmann gilt als einer der ersten Hacker aus den USA und als ein Vordenker der Freien-Software-Bewegung. Er war maßgeblich an der Entwicklung des freien Betriebssystems GNU/Linux beteiligt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)