4. Juli 2011 14:21 Uhr
Für Günter Grass ist Männerfußball eine moderne Form der Sklaverei.
Im "Deutschlandfunk" sagte der Literatur-Nobelpreisträger, die jungen Männer, die Millionen verdienten und deren Marktwert von Beratern und Vereinen festgelegt werde, seien dieser Situation nicht gewachsen. Er hoffe deshalb, dass der Frauenfußball sich dieser Gefahr bewusst sei und nicht den gleichen Weg nehme.
Die Weltmeisterschaft sieht Grass positiv. So werde viel Werbung für den Liga-Fußball gemacht. Einzig die Tendenz von Politikern, jede Gelegenheit zu nutzen, um sich an die Fußballerinnen "heranzuschmeißen", kritisierte Grass als "blödsinnig".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)