4. Juli 2011 14:51 Uhr

Fan-Forscher: Frauen-Fußball kennt keine Hooligans

Ist Frauen-Fußball Gutmenschen-Fußball?

Jedenfalls gibt es dort keine Probleme mit Hooligans und fanatischen "Ultras". Gunter Pilz, Fan-Forscher und Präventionsbeauftragter des Deutschen Fußballbundes, erklärt das so: Aus Sicht gewaltbereiter Gruppen kommen zu Frauen-Fußballspielen zu wenige Zuschauer - im Schnitt nicht mehr als 800. Dort Randale zu machen, sei für Hooligans deshalb unattraktiv. Die "Ultras" hätten außerdem eine sexistische Gesinnung. Nach deren Verständnis sei Fußball nach wie vor Männersache und ein Besuch bei den Spielerinnen uninteressant.

Aber auch sonst hat der Frauen-Fußball laut Pilz seine ganz eigene Fan-Gemeinschaft. Anders als in der Bundesliga der Männer kämen zu den Spielen deutlich mehr Familien, jüngere Mädchen und Senioren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)