5. Juli 2011 06:56 Uhr

Australien denkt über Abschuss von Kamelen zum Klimaschutz nach

In Australien wird eine ungewöhnliche Maßnahme zum Klimaschutz diskutiert. Nämlich: 1,2 Millionen Kamele abzuschießen. Der Vorschlag kursiert schon länger, jetzt wird er offiziell von den Behörden in Erwägung gezogen. In einem Diskussionspapier heißt es, die Tiere produzierten zuviel klimasschädliches Methangas. Die Idee löste nun bei arabischen Kamelforschern Empörung aus. Die Tiere müssten als Sündenböcke für ein menschgemachtes Problem herhalten. Die Menschen in Australien könnten sicher eine bessere Lösung finden, als hunderttausende Kamele zu töten.

Die Menge Methangas, die jedes Kamel pro Jahr ausstößt, entspreche, so schätzen die australischen Behörden, einer Tonne CO2. Die arabische Forscher dagegen bezweifeln, dass die Tiere soviel Treibhausgas produzieren.

Kamele waren im 19. Jahrhundert von Siedlern nach Australien gebracht worden. Vor allem bei Farmern sind sie verhasst und gelten als lästige Schädlinge.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)