5. Juli 2011 08:59 Uhr
In den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes geht es um Bürgerkriege, Visa oder Naturkatastrophen. Die Grünen kritisieren, dass aber bei einigen Ländern eine wichtige Information fehlt - und zwar, wie dort Schwule, Lesben und Transsexuelle behandelt werden. Wie die "taz" berichtet, heißt es in einer kleinen Anfrage der Grünen, es gebe keine entsprechenden Angaben bei mindestens 30 Staaten, in denen Homosexualität strafbar sei.
Derzeit gibt es solche Hinweise bei 55 Ländern, darunter Ägypten, China und Jamaika. Laut "taz" fehlten aber etwa die Vereinigten Arabischen Emirate und Pakistan. In einer Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage heißt es demnach, man habe alle deutschen Botschaften angeschrieben. Sie sollten nun für ihr Land prüfen, ob in den vergangenen zehn Jahren deutsche Reisende wegen ihrer Homosexualität verhaftet oder mit Geldstrafen belegt worden sind.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)