6. Juli 2011 13:59 Uhr

Hilfswerk: Leben für Christen im Nordsudan wird schwieriger

Die Unabhängigkeit des Südsudan ist für viele ein Grund zum Feiern. Für Christen allerdings, die im islamisch geprägten Norden wohnen, könnte das Leben im neuen Staat schwieriger werden als bisher.

Das befürchtet das christliche Hilfswerk "Open Doors". Am Samstag soll die Unabhängigkeit des Südsudan offiziell verkündet werden. Der Staatspräsident des Nordens hat angekündigt, danach das islamische Recht der Scharia schärfer durchzusetzen als bisher. Dann droht etwa Christen muslimischer Herkunft die Todesstrafe. Das Hilfswerk rechnet damit, dass sich Gesellschaft und Kultur im Norden weiter islamisieren werden und der Druck auf Nichtmuslime zur Anpassung weiter wächst.

Im Januar hatte die Bevölkerung des Südsudan in einer Volksbefragung für die eigene Unabhängigkeit gestimmt. Seitdem sind nach Angaben von "Open Doors" viele Christen aus dem Norden in den Süden geflohen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)