7. Juli 2011 06:24 Uhr
"Ich bin schwul." Das durften Soldaten in der US-Armee bisher nicht sagen. Das Ende der Richtlinie "Don't ask, don't tell" aus dem Jahr 1993 hat nun ein US-Bundesgericht angeordnet. Bisher konnten Homosexuelle nur unter der Bedingung in die Armee eintreten, dass sie ihre sexuelle Orientierung geheim hielten. Verstießen sie dagegen, mussten sie ihren Dienst quittieren. In den vergangenen knapp 20 Jahren wurden so rund 14.000 Armee-Angehörige entlassen.
Was die Entscheidung des Bundesgerichts genau bewirken wird, ist unklar. Präsident Barack Obama hatte schon im Dezember ein Gesetz unterschrieben, das homosexuellen Soldaten erlaubt, sich zu ihrer Sexualität zu bekennen. Das Gesetz sollte ohnehin Ende des Monats in Kraft treten. Aber: Doppelt genäht hält besser.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)