7. Juli 2011 07:22 Uhr
Hamburg ist stolz auf die Tradition des ehrbaren Kaufmanns. Dessen Werte sollte sich der Senat der Hansestadt mal genauer ansehen, sagt die Politikwissenschaftlerin an der Hamburger Universität, Christine Landfried, in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". In Sachen Hochschulpolitik jedenfalls handele der Senat ganz und gar nicht nach dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns aus dem 16. Jahrhundert.
Dieser halte sich an sein Wort, verhandele fair, liefere pünktlich und rechne korrekt ab. Die Hamburger SPD-Regierung hingegen, so Landfried, wolle von ihrem Wort überhaupt nichts mehr wissen. Aus dem Versprechen einer soliden Finanzierung sei eine Kürzung des Uni-Etats von mehr um 20 Millionen Euro geworden. Die Regierung habe die Sonderfinanzierung einiger Institute gestrichen und an die Uni abgeschoben. Außerdem prangert Landfried Verträge mit Unternehmen und Banken an, die die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre gefährdeten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)