7. Juli 2011 08:34 Uhr
Der Blick auf den Kalender ist heute ein Beleg für den Wandel der Bundeswehr, denn: Heute vor 55 Jahren stimmte der Bundestag für die Einführung der Wehrpflicht. Seit dem 1. Juli dieses Jahres ist sie ausgesetzt, kann bei Bedarf aber wieder aktiviert werden.
Die SPD war bei der Einführung vor 55 Jahren dagegen, die FDP enthielt sich der Stimme. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU, der Freien Volkspartei (FVP) und der Deutschen Partei (DP) stimmte für das Gesetz, das Männer zwischen 18 und 45 Jahren zum Wehrdienst verpflichtete. Im Oktober desselben Jahres einigte sich der Bundestag darauf, dass der Dienst zwölf Monate dauern solle.
Einzig Männer, die in West-Berlin wohnten, konnten sich dem Dienst entziehen. Dort galt das Wehrgesetz wegen der Vorrechte der Alliierten nicht. Für Verweigerer des Kriegsdienstes im Rest der Bundesrepublik galt der Zwang zum Ersatzdienst, Totalverweigerer mussten damit rechnen, strafrechtlich verfolgt zu werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)