7. Juli 2011 09:21 Uhr

Neurowissenschaftler: Schönheit liegt im Präfrontalen Cortex

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. So hat es der schottische Philosoph David Hume gesagt und wollte damit zum Ausdruck bringen, dass Schönheit nicht im Kunstobjekt selbst verankert ist, sondern erst entsteht, wenn wir es betrachten. Forscher des University College in London wollen jetzt einen neurobiologischen Beleg für diese These gefunden haben.

In einem Experiment ließen sie Probanden verschiedener Kulturen Gemälde und Musikstücke beurteilen - als schön, neutral oder hässlich. Dabei wurden mit einem Magnet-Resonanz-Tomographen die Hirnaktivitäten der Versuchsteilnehmer gemessen. Das Ergebnis: Beim Betrachten der als schön empfundenen Objekte war stets der gleiche Teil des Gehirns aktiv, der sonst mit Belohnung und Freude in Zusammenhang gebracht wird. Dabei spielte es den Neurowissenschaftlern zufolge keine Rolle, ob ein Kunstwerk angeschaut oder angehört wurde. Die Wissenschaftler sehen darin einen Beleg dafür, dass es ein abstraktes Konzept für Schönheit im Gehirn gibt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)