7. Juli 2011 15:25 Uhr
Was könnte man mit leeren Pflanzenölkanistern, Maschendrahtzaun und Autobatterien sinnvollerweise anstellen? In Afghanistan ist damit ein WLAN-Netz entstanden, und zwar in der Stadt Jalalabad im Osten des Landes.
Entwickelt haben es Mitglieder des FabFi-Projektes, die sich für Highspeed-Internet in der Stadt einsetzen. Aus Pflanzenölkanistern und Maschendrahtzaun fertigten sie Antennen, die mit 11,5 Megabits pro Sekunde über eine Strecke von bis zu sechs Kilometern funken. Strom liefern Autobatterien. Besonders die leeren Ölkanister haben sich laut der Entwickler als nützlich für die Vorrichtung erwiesen, weil sie stark reflektierten und witterungsbeständig seien.
Insgesamt gibt es 45 Knotenpunkte aus mit Antennen bestückten Routern - das Netz überspannt fast die gesamte Stadt. Das System wird jetzt auch in Kenia angewandt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)