8. Juli 2011 12:57 Uhr
Wer einen Diamanten kauft, der soll sicher sein können, dass er damit keinen Bürgerkrieg in den Herkunftsländern unterstützt. Das ist eines der Ziele des Kimberley-Prozesses. Seit 2003 werden dadurch Rohdiamanten zertifiziert, um die Verbindungen zur Gewalt zu durchbrechen. Das letzte Treffen in Kinshasa, der Hauptstadt des Kongo, haben mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen jedoch vorzeitig verlassen. Ihre Kritik: Der Kimberley Prozess reagiere nicht angemessen auf Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Diamantenhandel.
Anne Jung, ein Mitglied des Netzwerks "Fatal Transactions", sagte, zwischen der Selbstdarstellung und dem was der Kimberley Prozess wirklich erreiche, klaffe eine große Lücke. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen seien nicht mehr bereit, als Feigenblatt zu dienen, wenn sie nicht gleichberechtigt gehört würden. So seien Mitglieder, die wiederholt gegen die Bestimmungen verstoßen hätten, nicht zur Rechenschaft gezogen worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)