11. Juli 2011 10:21 Uhr

Kritik an Quadriga-Preis für Wladimir Putin

Wie preiswürdig ist Russlands Regierungschef Wladimir Putin? Darüber wird gerade diskutiert. Anlass ist die angekündigte Verleihung des renommierten Quadriga-Preises an Putin. Er soll ihn laut Jury-Begründung bekommen, weil er im Inneren seines Landes Stabilität schaffe durch das Zusammenspiel von Wohlstand, Wirtschaft und Identität.

Für den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, den CDU-Politiker Ruprecht Polenz, ist die Preisverleihung "keine gute Idee" - wegen der Lage der Menschenrechte in Russland. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er, ironisch könne man vorschlagen, dass Ex-Kanzler Gerhard Schröder die Laudatio auf den lupenreinen Demokraten Putin hält. So hatte Schröder Putin im Jahr 2004 bezeichnet.

Der Quadriga-Preis wird am Tag der Deutschen Einheit verliehen. Im Kuratorium sitzen derzeit 20 Mitglieder: Politiker, Chefredakteure, Intendanten und Unternehmer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)