11. Juli 2011 10:24 Uhr
"Im Prinzip braucht man für jedes Produkt eine andere Definition von regional." Das sagt der Geograf Ulrich Ehrmann vom Leibnitz-Institut für Länderkunde in der "Frankfurter Rundschau".
Für ihn gibt es zum Beispiel einen Unterschied zwischen regionalen Spezialitäten - wie Nürnberger Bratwurst - und solchen Produkten, die mit dem Ziel einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung vermarktet werden. Die Verbraucher sollten damit der Umwelt und der eigenen Region etwas Gutes tun. Regionalprodukte hätten aber nicht immer die günstigere Klimabilanz.
Die Zeitung nennt mehrere Beispiele, bei denen Hersteller die Konsumenten nach Ansicht von Verbraucherschützern mit vermeintlich regionalen Produkten täuschen. So sei beispielsweise eine Klage gegen das Unternehmen Eckes-Granini anhängig. Der Grund: Der Produzent werbe für Saft mit "heimischen Früchten", die stammten aber nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich und Mittelamerika.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)