11. Juli 2011 17:55 Uhr

Israel spioniert Demonstranten bei Facebook aus

Nicht nur wer zum Protest aufrufen will nutzt Facebook.

Auch die gegnerische Seite schaut in das soziale Netzwerk. Wie die Nachrichtenagentur AP meldet, haben israelische Behörden dort nachgeforscht, wer plante, sich an einer pro-Palästinensischen Protestaktion zu beteiligen. An der Aktion "Willkommen in Palästina" wollten vor allem Demonstranten aus dem Ausland teilnehmen. Israel stellte eine Liste mit über 300 Namen zusammen und gab sie an Fluggesellschaften weiter. Wer von den Aktivisten einreisen wollte, sollte abgewiesen werden.

Rund 120 Demonstranten schafften es dennoch auf den Flughafen von Tel Aviv. Viele von ihnen wurden dort festgenommen. Die Polizei wusste über ihre Pläne genau Bescheid. Dank Facebook, wie die Regierung betonte, ganz ohne den Geheimdienst Mossad einzuschalten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)