12. Juli 2011 06:30 Uhr

Ungarisches Parlament verabschiedet "Chipssteuer"

Lángos mit Käse und Sauerrahm, vor Fett triefende Salami und Torten mit viel Sahne - die ungarische Küche ist nicht unbedingt fettarm. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Gesundheit der Magyaren. Wie Wirtschaftsminister György Matolcsy unter Berufung auf Studien mitteilte, haben in Ungarn in den vergangenen Jahren bestimmte Beschwerden zugenommen - und zwar die, die mit dem übermäßigen Konsum von Fett und Salz zusammenhängen.

Deshalb verabschiedete das ungarische Parlament gestern eine Steuer auf Lebensmittel, die im Volksmund "Chipssteuer" genannt wird. Die Abgabe wird für extrem süße, kohlenhydrat- oder koffeinreiche Fertigprodukte fällig. Ungarische Medien vermuten, die Steuer sei auf Produkte der großen Fastfood-Ketten zugeschnitten. Die heimische Küche dürfte also verschont bleiben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)