13. Juli 2011 08:57 Uhr

Wir erinnern: Heute vor 80 Jahren wurde die Danat-Bank aufgelöst

Die Danat war 1922 nach der Fusion der Darmstädter Bank für Handel und Industrie mit der Nationalbank für Deutschland entstanden. Neun Jahre später war sie bereits eines der größten deutschen Kreditinstitute. Ihre Auflösung markierte den Beginn der sogenannten Bankenkrise in Deutschland. Der Grund: Die Danat-Bank hatte einem Bremer Wollfabrikanten viel Geld geliehen, mit dem dieser wiederum viel Wolle kaufte, in der Hoffnung, dass der Preis dafür steigen würde. Doch der Preis stieg nicht, die erhofften Gewinne blieben aus. Der Fabrikant begann, seine Bilanzen zu schönen - bis die Firma pleite ging und mit ihr am 13. Juli auch die Danat-Bank.

Bürger stürmten daraufhin andere Banken, um ihre Ersparnisse abzuheben. Wegen des Andrangs ordnete die Reichsregierung zwei Bankfeiertage an, an denen alle Institute geschlossen bleiben mussten. Die Reste der Danat-Bank wurden auf Geheiß der Regierung schließlich mit der Dresdner Bank zusammengelegt. Auch die gibt es heute nicht mehr. Sie wurde vor rund zwei Jahren mit dem Konkurrenten Commerzbank fusioniert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)