13. Juli 2011 13:29 Uhr
Drogenhandel und Prostitution laufen in Deutschland besonders gut. Deswegen sei die Mafia in diesen Bereichen hierzulande sehr aktiv. Das erklärte der Volkswirt Friedrich Schneider von der Johannes-Keppler-Universität Linz hier bei DRadio Wissen. Das so eingenommene Geld werde meist direkt vor Ort gewaschen. Dafür werde der Umsatz in Lokalen künstlich hochgetrieben. Das muss Schneider zufolge aber nicht unbedingt in Pizzerien passieren, sondern kann auch in China-Imbissen oder Döner-Lokalen erfolgen. Entscheidend sei die Vertrauenswürdigkeit der Mittelsmänner.
Dass die Mafia im Verborgenen arbeite, sei Teil des Geschäftsmodells. Deswegen seien die Morde in Duisburg vor vier Jahren sozusagen ein Betriebsunfall gewesen. Natürlich bestrafe die Mafia Verräter, aber normalerweise eben so, dass es niemand merke.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)