13. Juli 2011 14:33 Uhr

Beim Einschlafen geraten Erinnerungen ins Langzeitgedächtnis

Ob wir uns an Erlebtes lange erinnern oder es schnell wieder vergessen, das entscheidet sich offenbar während des Einschlafens. Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie haben Probanden im Magnetresonanztomografen schlafen lassen und ihr Gehirn beobachtet. Dabei zeigte sich, dass der Hippocampus, wo Gedächtnisinhalte verarbeitet werden, mal mehr und mal weniger stark mit anderen Hirnregionen verbunden war.

Vor allem beim Einschlafen tauschte sich diese Region stark mit den Temporallappen aus, hier liegt das Langzeitgedächtnis. Die Erklärung der Wissenschaftler: Gerade während der frühen Schlafphase ist das Gehirn gut genug abgeschottet, um sich vor störenden Einflüssen zu schützen. In dieser Zeit werden Erinnerungen langfristig gespeichert. Den Forschern zufolge zeigen die Untersuchungen, wie wichtig die verschiedenen Schlafphasen beim Menschen sind.

Die Studie ist nachzulesen im "Journal of Neuroscience".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)