13. Juli 2011 15:22 Uhr
Die Morde in Duisburg sind in italienischen Mafiakreisen als Fehler angesehen worden. Denn laut Jörg Ziercke, dem Präsidenten des Bundeskriminalamts, sorgte das dafür, dass italienische und deutsche Ermittler ihre Zusammenarbeit verbessert haben. Ziercke sagte hier bei DRadio Wissen, die Verurteilung gestern in Italien sei ein großer Erfolg.
Nach den Morden vor knapp vier Jahren tauschten sich deutsche und italienische Behörden aus, um gegen die Mafia vorzugehen. Doch die rechtlichen Möglichkeiten in beiden Ländern seien nicht dieselben. So dürften die Behörden in Italien anders als in Deutschland Mafiageld beschlagnahmen, ohne zu klären, woher es stammt. Nach Ansicht des BKA-Chefs sollte auch hier die Vermögensabschöpfung vereinfacht werden, um die Mafia verarmen zu lassen und ihr in Deutschland ihren Rückzugsraum zu nehmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)