14. Juli 2011 06:25 Uhr
Der Doktortitel gerät immer mehr in Verruf. Die forschungspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Krista Sager, sagte dem "Hamburger Abendblatt", er werde zunehmend als persönliche Aufwartung gesehen und nicht als wissenschaftliche Qualifikation. Deshalb schlägt sie vor, auf die Nennung im Personalausweis zu verzichten. Schließlich sei er kein Namensbestandteil, außerdem ließe kaum ein anderes Land den Titel in den Ausweis schreiben.
Die "Titelhuberei" trägt nach den Worten Sagers dazu bei, dass immer mehr Leute eine Doktorwürde erwerben wollten, um ihr gesellschaftliches Ansehen zu steigern - auch wenn sie gar nicht genug Zeit für eine Doktorarbeit hätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)