14. Juli 2011 06:54 Uhr

Mit sanften Stromstößen gegen Herzflimmern

Stromsparen kann auch bei einem Defibrillator von Vorteil sein. Davon berichten Forscher aus Göttingen im Fachmagazin "Nature". Sie haben zum ersten Mal an Tieren eine Methode erfolgreich getestet, bei der mehrere leichte Stromstöße gegen Herzflimmern eingesetzt werden, und zwar über einen Katheter. Im Vergleich zur Standardtherapie mit einem schweren Stromschlag war die eingesetzte Energie um 84 Prozent geringer. Nach und nach konnte so das Herz wieder in den richtigen Takt versetzt werden. Die Ergebnisse lassen sich nach Einschätzung der Forscher auch auf das lebensbedrohliche Kammerflimmern übertragen.

Der Bochumer Professor Hans-Joachim Trappe lobte die Arbeit, bezweifelte aber, dass die Methode in der klinischen Praxis tauglich ist. Er sagte der Nachrichtenagentur dpa, bei einer lebensbedrohlichen Herzstörung dauere es zu lange einen Katheter zu legen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)