14. Juli 2011 09:34 Uhr

Gen-Cannabis wird in Kolumbien immer häufiger angebaut

Wirkungsvoller, resistenter und lukrativer.

Bauern in Kolumbien setzen immer häufiger auf den Anbau von gentechnisch verändertem Cannabis. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP und bezieht sich auf die Aussagen kolumbianischer Polizisten. Dem Bericht zufolge bauen die Landwirte die genmanipulierten Pflanzen an, weil sie mit ihnen mehr Geld verdienen können. Nach Angaben einer Bäuerin bringt ein Kilo umgerechnet gut 38 Euro. Das sei zehn Mal so viel wie für gewöhnliches Cannabis gezahlt werde. Exportiert wird die Ernte unter anderem nach Europa.

Offiziell ist der Anbau von Cannabis seit 1962 verboten. Viele Bauern setzen sich aber über das Verbot hinweg, weil der Preis für das Kraut stabil bleibt. Anders ist das bei Bananen und Kaffee: hier schwanken die Preise.

Was die Polizei in Kolumbien besonders beunruhigt: Ein Großteil der Einnahmen aus den Cannabis-Geschäften fließt in die Taschen der Rebellenorganisation FARC.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)