15. Juli 2011 08:22 Uhr

Medienwissenschaftler Pörksen: Talkshows für Wissenschaftler No-Go-Area

Für ambitionierte Forscher sind Talkshows eine No-Go-Area.

Das ist die Quintessenz eines Tübinger Symposiums, über das der Deutschlandfunk berichtet. Der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen erklärte, wenn man in einer Talkshow auftrete und Publikum und Moderator gefallen wolle, argumentiere man nicht als Wissenschaftler, sondern liefere Stammtischparolen. Draußen rümpften dann die Kollegen aus der Wissenschaft zu Recht die Nase. Der Wissenschaftsjournalist Tanjev Schultz sprach noch ein anderes Problem an. Er zweifelt daran, dass die Forscher in Talkshows immer die qualifiziertesten sind. Hier entscheide oft der Zufall. Von wem habe die Redaktion die Handy-Nummer, wer sei bekannt, und wer vertrete vielleicht auch die Meinung der Redaktion? So werde dem Publikum oft eine Art "Scheinobjektivität" verkauft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)