15. Juli 2011 08:52 Uhr
Wer sich Nachwuchs im Internet kauft, wird in den Niederlanden zwar bestraft, aber nicht wegen Menschenhandels.
Ein Gericht in Zwolle verurteilte ein niederländliches Paar, das im Internet ein Baby für 7.500 Euro gekauft hatte zu acht Monaten Haft auf Bewährung. Da es im niederländischen Recht keine Strafe für den Kauf eines Babys gibt, hieß der Tatbestand: illegale Adoption und Fälschung einer Geburtsurkunde. Nach Angaben des Gerichts war das Kind 2008 von seinen belgischen Eltern wegen finanzieller Schwierigkeiten im Internet zum Kauf angeboten worden. Nach der Geburt habe das holländische Paar den Jungen im Rathaus in Gent unter ihrem Namen registrieren lassen. Die Familie sei dann in die Niederlande zurückgekehrt und habe es dort angemeldet. Nachdem die Behörden die Ermittlungen aufgenommen hatten, sei das Baby wieder nach Belgien überstellt worden. Dort lebt es seitdem in einer Pflegefamilie.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)