15. Juli 2011 09:54 Uhr

Tod von Leo Kirch: Was die Feuilletons darüber schreiben

Sat1, Pro7, Premiere - an all diesen Sendern hing und hängt der Name Leo Kirch dran. Gestern ist der Medienunternehmer aus Franken im Alter von 84 Jahren gestorben. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt zu Kirchs Tod: "Die abstrakte Gefahr großer Medienkonzentration bekam durch ihn ein konkretes Gesicht."

Die an Kirchs Wohnort München erscheinende "Süddeutsche Zeitung" betont die Bedeutung, die Kirchs insolvent gegangenes Unternehmen für die Medienwelt hatte: Es sei so etwas wie die große Ausbildungsabteilung für die deutsche Fernseh- und Medienwirtschaft gewesen, viele hätten ihr Handwerk dort gelernt und Netzwerke geschaffen, die bis heute funktionierten.

Und auch die "taz" aus Berlin spart nicht mit Superlativen: Kirch sei der einzige deutsche Medienunternehmer von internationalem Format gewesen, dessen großer Fehler es gewesen sei, dass er immer alles gemacht und dabei alles auf eine Karte gesetzt habe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)