16. Juli 2011 13:09 Uhr

Waldexpertin: Nutzung von Wäldern sollte Anwohnern überlassen werden

Die Welternährungsorganisation (FAO) plädiert dafür, dass die Bevölkerung in Entwicklungsländern mehr Rechte zur Waldnutzung bekommt. FAO-Waldexpertin Eva Müller sagte im Interview mit "Deutschlandradio Kultur", weltweit seien 80 Prozent der Wälder in Staatsbesitz. Viele Länder verfügten aber gar nicht über staatliche Institutionen, die die Wälder auch nachhaltig bewirtschaften könnten. Gerade in Entwicklungsländern lebten Millionen von Menschen in den Wäldern oder in deren unmittelbarer Umgebung. Sie seien vom Wald und dessen Produkten abhängig. Deshalb hätten sie ein Interesse daran, die Flächen zu erhalten. In Nepal gab es laut Müller vor 30 Jahren eine starke Entwaldung. Nachdem man Anwohnern dort mehr Rechte zur Waldnutzung gegeben habe, seien viele vormals kahle Flächen heute wieder grün. Diesem positiven Beispiel sollten andere Länder folgen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)