18. Juli 2011 06:52 Uhr

"Spiegel": Iranische Filmemacherin in Teheran inhaftiert

Sie wollte eigentlich nach Deutschland kommen, doch vorher verschwand sie spurlos: Die iranische Schauspielerin und Dokumentarfilmerin Pegah Ahangarani.

Nun berichtet der "Spiegel", dass die 27-Jährige im Teheraner Ewin-Gefängnis inhaftiert sein soll. Demnach konnte sie kürzlich zum ersten Mal mit ihrer Mutter telefonieren. Gründe für ihre Inhaftierung habe man ihr nicht genannt.

Ahangarani wollte ursprünglich für die Deutsche Welle nach Deutschland reisen. Von hier aus wollte sie in einem Blog über die Fußballweltmeisterschaft der Frauen berichten. Nach Drohungen der iranischen Behörden verzichtete sie jedoch auf das Projekt.

Vor zwei Jahren war Ahangerani schon einmal verhaftet worden. Sie gilt laut dem Spiegel als Unterstützerin der Grünen Bewegung. Die lehnt sich im Iran gegen den Machthaber Mahmud Ahmadinedschad auf.

In dem jüngsten Film der Iranerin geht es um einen Anführer der paramilitärischen Schlägertrupps der Hizbollah. Der Film wurde von der BBC gezeigt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)