18. Juli 2011 09:21 Uhr
"Mich beunruhigt die allgemeine Apathie." Das sagt der griechische Performancekünstler und Cellist Nikos Veliotis in der "taz". Er meint, es fühle sich seltsam an, in einem Land am Rande des Staatsbankrotts zu leben. Eine positive Entwicklung sei für ihn, dass sich vor dem Parlament in Athen seit einigen Wochen jeden Tag Bürger friedlich versammelten. Auf der anderen Seite gebe es unerhörte Spannungen in seinem Land. Einheimische Medien fänden auf die rasante Entwicklung keine Antwort. Wenn er sich informieren wolle, müsse er im Internet auf ausländische Seiten zurückgreifen.
Veliotos sagt, für ihn sei Griechenland keine funktionierende Demokratie. Deshalb brauche man keine Revolution auf den Straßen, sondern eine in den Köpfen. Er möge Griechenland und fühle sich dort zu Hause. Mit der Mentalität wolle er sich aber nicht abfinden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)