18. Juli 2011 16:50 Uhr
Aids-Medikamente sind für einige Menschen immer noch zu teuer. Das beklagte die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" auf einer Aids-Konferenz in Rom. Viele Pharmafirmen hätten zwar die Medikamenten-Preise in den ärmsten Ländern der Welt gesenkt. In Ländern mit mittlerem Einkommen würden die Unternehmen die Ermäßigungen jedoch allmählich zurückfahren. Betroffen seien vor allem Patienten aus Indien, Indonesien, Thailand, Kolumbien und Brasilien.
Um das Problem zu lösen, schlug "Ärzte ohne Grenzen" die Einführung von Zwangslizenzen für sogenannte Generika vor. Damit könnten die Länder nachgeahmte Aids-Medikamente zulassen, auch ohne dass die Patentinhaber zustimmen. Solche Generika kosten nur einen Bruchteil des Markenprodukts. Sie dürfen üblicherweise erst produziert werden, wenn der Patentschutz nach 20 Jahren ausgelauf
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)