19. Juli 2011 08:51 Uhr

Wir erinnern: Heute vor 50 Jahren begann der umstrittene Evangelische Kirchentag in West-Berlin

Wir erinnern heute an ein Ereignis, das vor 50 Jahren in Berlin stattfand.

Am 19. Juli 1961 begann dort der 10. Evangelische Kirchentag. Eigentlich sollte er sowohl in West- als auch in Ost-Berlin ausgetragen werden. Bis 1961 war das bei dem Treffen evangelischer Laien - auch im geteilten Deutschland - gängige Praxis. Doch die DDR-Führung verbot den Kirchentag in Ost-Berlin wenige Tage vor Beginn. Zur Begründung hießt es, die westdeutsche Kirche missbrauche den Kirchentag für Zwecke des Kalten Krieges. Mehrere Repräsentanten der evangelischen Kirche aus Ostdeutschland wurden an der Einreise nach West-Berlin gehindert.

Zu der Zeit war die politische Lage angespannt. Die Zahl der Flüchtlinge aus der DDR wuchs täglich. Die SED-Führung versuchte, ihre Bürger im eigenen Lande zu halten. Knapp einen Monat später begann die DDR-Regierung mit dem Bau der Mauer, die Ost- und West-Berlin knapp 40 Jahre lang teilte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)